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Makrophyten / Phytobenthos

Für Makrophyten/Phytobenthos gibt es nur wenige Informationen über zukünftige Änderungen. Für diese Biokomponente haben weniger der direkte Einfluss sich ändernder Wassertemperaturen als indirekte Einflüsse wie Morphologie, Hydrologie und Landnutzung einen hohen Erklärungsanteil an einer sich verändernden Gemeinschaft. So erschweren strukturelle Defizite und Verbau der Sohle oder des Ufers das Aufkommen von Gefäßmakrophyten, rheophileOrganismen die an strömendes Wasser gebunden sind. Moose profitieren hingegen in manchen Fällen von einem technischem Verbau (Meilinger 2003). Strömungsberuhigte Bereiche und Flachwasserzonen stellen wichtige Lebensräume vor allem für Helophyten dar (Meilinger 2003).

Als weiterer, stark strukturierender Faktor wird das Abflussgeschehen und der damit verbundene Geschiebetransport angesehen. Vor allem bei Hochwasser wird in erhöhtem Maße Sediment bewegt, was sich sowohl auf das Phytobenthos wie auf Makrophyten negativ auswirkt (Sailer 2005, Ibisch 2004).

Bei einer Trockenperiode wie z.B. im Sommer 2003 und einer damit einhergehenden Zunahme der Wassertemperatur wurde eine starke Zunahme sowohl des Phytoplanktons als auch der Makrophyten beobachtet (BfG 2006). Vor allem Diatomeen vermehrten sich stark. Neben der Verkrautung der Gewässer muss auch von einer starken Zunahme von Blaualgen ausgegangen werden (IKSR 2004).


KLIWA – Fließgewässerbiologie und Klimawandel
Online: http://fliessgewaesserbiologie.kliwa.de/indikatoren/organismengruppen/makrophyten-phytobenthos/index.php
© 2018 - Datum: 20.01.2018