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Mittelläufe

(Gewässertyp 9)

Zu den Mittelläufen sind aktuell die wenigsten Informationen verfügbar. Auf Grund häufig intensiver Landnutzung spielt Eutrophierung eine Rolle, die sich auf Grund des Klimawandels durch vermehrte Extremereignisse (Niederschlag, Abfluss) und nachfolgende Erosions- und Abschwemmungsprozesse noch verstärken dürfte.

Gewässer im Alpenvorland werden vom veränderten Abflussregime (nival -> pluvial) betroffen sein, verbunden mit höheren Winterabflüssen, höheren Sedimentfrachten und geringen Abflüssen im Sommer sowie höheren Temperaturen. Höhere Temperaturen könnten die Etablierung von Neozoen begünstigen, die bisher eher in den mündungsnahen Bereichen vorkamen und können sich zu einer thermischen Barriere für wandernde Fischarten (z.B. Lachs, Meerforelle, Maifisch) entwickeln.

Der Klimawandel dürfte im Mittellauf bei den Fischen besonders deutliche Auswirkungen zeigen, indem in den Bereichen des Hyporhitrals / Epipotamals (sommerkühl / leicht sommerwarm) die kaltstenothermenOrganismen, die an niedere Temperaturen gebunden sind. Arten wegfallen und nur eurythermeOrganismen, die große Temperaturschwankungen ertragen können. Arten übrig bleiben. Von der zunehmenden Eutrophierung dürften vor allem die Makrophyten „profitieren“ (bis hin zu starker Verkrautung), wobei hiermit häufig eine Abnahme der ökologischen QualitätDurch die EG-WRRL ist der „gute Zustand“ für alle Gewässer bis 2015 als zentrales Ziel vorgegeben, der durch den „guten ökologischen Zustand“ und den „guten chemischen Zustand“ definiert wird. Die Bewertung des ökologischen Zustands erfolgt anhand biologischer Qualitätskomponenten: das Phytoplankton („Algen“), die Makrophyten („Wasserpflanzen“) und das Phytobenthos („bodenlebende Algen“), das Makrozoobenthos (bodenlebende wirbellose Fauna), und die Fischfauna. Überschreitungen der Umweltqualitätsnormen für spezifische Schadstoffe können zu einer Abwertung des ökologischen Zustandes führen. verbunden ist.

Literatur

Schema

Schema abiotische Faktoren Mittelläufe

KLIWA – Fließgewässerbiologie und Klimawandel
Online: http://fliessgewaesserbiologie.kliwa.de/indikatoren/wirkungsbeziehungen/mittellaeufe/index.php
© 2017 - Datum: 23.10.2017