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Oberläufe

(Gewässertyp 1.1, Gewässertyp 5)

In den Oberläufen der Gewässer besitzen die mit der Lufttemperatur verbundenen Verdunstungsprozesse sowie saisonale Veränderungen einen großen Einfluss. Der prognostizierte Anstieg der Wassertemperatur hat durch die relativ hohen Fließgeschwindigkeiten aber nur geringe Auswirkungen auf den Sauerstoffhaushalt. In den Oberläufen stellt das Abflussregime (nival oder pluvial) eine entscheidende Steuergröße dar. Insbesondere für nival geprägte Abflussregime ist die zeitliche Verschiebung der Schneeschmelze bedeutsam, da Schneelagen das Abflussgeschehen puffern .

Tritt die Schneeschmelze früher ein oder bildet sich im Winter keine Schneedecke kann eine frühzeitige, längere Erwärmung des Gewässers die Folge sein. Negative Auswirkungen auf Mikrohabitate, Interstitial und Sedimenteintrag sind bei regional veränderten Niederschlags- und Abflussbedingungen möglich.

Die Veränderungen wirken sich vermutlich am deutlichsten auf das Makrozoobenthos und die Fischfauna aus, da beide Gruppen empfindlich auf Erwärmungen und Austrocknung reagieren. Dies gilt insbesondere für Bäche und kleine Flüsse der Kalkalpen, die eine hohe Anzahl an EndemitenOrganismen, die in bestimmter, räumlich klar abgegrenzter Region vorkommen. (Makrozoobenthos) und kaltstenothermenOrganismen, die an niedere Temperaturen gebunden sind. Arten aufweisen, aber auch für feinsedimentreiche kleine Gewässer (FG-Typ 5.1) mit kaltstenothermen Pflanzenarten.

Literatur

Schema

Schema abiotische Faktoren Oberläufe

KLIWA – Fließgewässerbiologie und Klimawandel
Online: http://fliessgewaesserbiologie.kliwa.de/indikatoren/wirkungsbeziehungen/oberlaeufe/index.php
© 2017 - Datum: 23.10.2017