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Unterläufe

(Gewässertyp 10)

Bedingt durch die vielfältig wirkenden Faktoren und Nutzungen in großen Einzugsgebieten stellen sich die Wirkungsbeziehungen in den Unterläufen der Fließgewässer komplexer dar als in den Ober- und Mittelläufen. Eindeutige Reaktionen in eine Richtung (Verstärkung/Abschwächung) können oft nicht abgeleitet werden, da bei Untersuchungen häufig gegensätzliche Phänomene beobachtet wurden. Direkte Effekte des Klimawandels, wie z.B. Temperaturerhöhungen treten in ihrer Bedeutung hinter komplexe Phänomene zurück, die durch aktuelle „Startbedingungen“ (z.B. Stoffkonzentrationen) und deren Saisonalitäten, eine stärkere Vernetzung im Fluss-Auen-Gefüge oder anthropogene Nutzung gesteuert werden. Im Gegensatz zu den Ober- und Mittelläufen ist vor allem in staugeregelten Abschnitten der mögliche Sauerstoffmangel ein wichtiger Faktor.

In den Unterläufen sind in größerem Maße die pflanzlichen Biokomponenten durch klimatische Veränderungen betroffen, z.B. durch intensivere Strahlungseinwirkung und Stoffeinträge. Die Verschiebung des Zeitpunktes von Hochwasserabflüssen hat erheblichen Einfluss auf das Makrophyten-Wachstum. Zudem wird seit einigen Jahren, durch Schifffahrt und anthropogene Nutzung verstärkt, eine erhebliche Veränderung in den Lebensgemeinschaften durch einwandernde Neobiota beobachtet, so dass biologische Wechselwirkungen abiotische Effekte überlagern.

Literatur

Schema

Schema abiotische Faktoren Unterläufe

KLIWA – Fließgewässerbiologie und Klimawandel
Online: http://fliessgewaesserbiologie.kliwa.de/indikatoren/wirkungsbeziehungen/unterlaeufe/index.php
© 2017 - Datum: 16.12.2017