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Monitoring

Der Klimawandel wirkt sich in vielfältiger Weise auf den Lebensraum "Fließgewässer" aus. Betroffen hiervon sind sowohl die physikalischen und chemischen Eigenschaften des Mediums Wasser (Temperatur, pH-Wert, Nährstoffgehalt und weitere), als auch Vorkommen und Häufigkeit darin lebender Organismen. So steht zu erwarten, dass sich Spezies, die an höhere Temperaturen angepasst sind (u. a. Neobiota) ausbreiten werden, und zwar auf Kosten jener Arten, die einen kälteren Lebensraum benötigen (z. B. Steinfliegen, Äschen, Bachforellen). Eine weitere wichtige Einflussgröße des Klimawandels ist die Wasserführung. Durch Veränderung der Niederschlagsmengen werden Niedrig- und Hochwasserphasen, je nach Jahreszeit, begünstigt oder unterdrückt, was wiederum einen höheren Stress auf Organismen, z. B. die Vegetation, ausüben kann.

Um zukünftig ein genaues Bild vom Ausmaß dieser Veränderungen zu erhalten, wurde eine Studie in Auftrag gegeben, die das Ziel hatte, ein Rahmenkonzept für ein entsprechendes Monitoringprogramm zu erarbeiten. Grundlage der Studie war die Sichtung von nationaler und internationaler Fachliteratur, wie auch das Wissen, das im Rahmen eines Expertenworkshops zusammengetragen wurde. Zudem wurden eigene Datenauswertungen betrieben.

Im Mittelpunkt der Erarbeitung standen drei Leitfragen:

Die Studie hat deutlich gezeigt, dass der derzeitige Kenntnisstand zu den Auswirkungen des Klimawandels auf Fließgewässerökosysteme noch einige Lücken aufweist. Ein wesentlicher Grund sind bislang unzureichende Datenreihen. Diese Lücke könnte mittelfristig durch die Umsetzung des entwickelten Klimamonitoringkonzeptes geschlossen werden. Die Ergebnisse der Studie sind nachzulesen in dem Bericht "Anforderungen an ein gewässerökologisches Klimamonitoring".


KLIWA – Fließgewässerbiologie und Klimawandel
Online: http://fliessgewaesserbiologie.kliwa.de/monitoring/index.php
© 2017 - Datum: 19.08.2017