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Wann, wie oft und nach welchen Methoden soll überwacht werden?

Die Empfehlungen zur Erfassung der biologischen Qualitätskomponenten (Wasserpflanzen, Wirbellose, Fische) beruhen auf der Verwendung der standardisierten Verfahren zur Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie in Deutschland bzw. der ihnen zugrundeliegenden Erhebungsmethoden, auch weil damit erhebliche Synergieeffekte mit den ohnehin durchzuführenden Fließgewässerüberwachungsprogrammen erzielt werden. Die Akronyme für die drei Verfahren lauten PHYLIB (Wasserpflanzen), Perlodes (Wirbellose) und FiBs (Fische). Für die Untersuchung des Makrozoobenthos kann in Baden-Württemberg auch die Anwendung des Verfahrens "Trendbiomonitoring" sinnvoll sein, da hierdurch Zeitreihen fortgeschrieben werden können. Für die Fischfauna wird, ergänzend zur Streckenbefischung, die Verwendung von Punktbefischungen (point abundance) empfohlen.

Die Frage nach Zeitpunkt und Häufigkeit der Erhebungen lässt sich wie folgt beantworten:

Bezüglich der abiotischen Parameter sollten alle automatisch messbaren Größen kontinuierlich (Abfluss) oder quasi kontinuierlich (Wassertemperatur in Form täglicher Extrema) erhoben werden. Bei allen übrigen Größen sind monatliche Messungen als Mindeststandard anzustreben.

Das Klimamonitoring sollte auf einen Zeitraum von mindestens 30 Jahren ausgelegt sein.


KLIWA – Fließgewässerbiologie und Klimawandel
Online: http://fliessgewaesserbiologie.kliwa.de/monitoring/wann/index.php
© 2017 - Datum: 16.12.2017