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Wo soll überwacht werden?

Grundsätzlich ist anzustreben, nur solche Fließgewässerabschnitte in das Überwachungsprogramm aufzunehmen, die einen weitgehend naturbelassenen Charakter aufweisen. Dies bietet den Vorteil, störende Effekte anderer Einflussgrößen, wie beispielsweise organische Verschmutzung oder strukturelle Veränderungen (Begradigung, Uferbefestigung, Besonnung) auszuschließen. Für ein Klimamonitoring sollten daher schwerpunktmäßig Referenzabschnitte herangezogen werden, oder, wo dies nicht möglich ist, so genannte best of-Stellen. Dies sind Gewässerabschnitte, die zwar nicht vollkommen unbelastet sind, aber unter den gegebenen Rahmenbedingungen (Gewässertyp, Region usw.) den besten ökologischen Zustand aller in Frage kommenden Abschnitte aufweisen.

Naturnahe Abschnitte lassen sich am ehesten in kleinen Fließgewässern mit Einzugsgebieten unterhalb 50 km² finden. Gleichzeitig ist jedoch darauf zu achten, für die Organismengruppe der Fische auch größere Gewässer in die Überwachung mit einzubinden, speziell Abschnitte, die im Übergangsbereich des Meta- und Hyporhithrals (mittlere bis untere Oberläufe) oder des Hyporhithrals und Epipotamals (untere Oberläufe bis obere Unterläufe) zu lokalisieren sind, je nach Verfügbarkeit geeigneter Untersuchungsstrecken. Diese Abschnitte sollten am sensibelsten auf den prognostizierten Wechsel im Artenspektrum reagieren.


KLIWA – Fließgewässerbiologie und Klimawandel
Online: http://fliessgewaesserbiologie.kliwa.de/monitoring/wo/index.php
© 2017 - Datum: 23.10.2017